Leben und arbeiten wo andere Ferien machen

Zermatt ist international, mondän, ein Bergdorf. Als Familie in Zermatt zu leben ist reizvoll und abwechslungsreich, manchmal auch irritierend. Die Menschen von Zermatt sind innovativ und traditionsbewusst zugleich. Bis vor zwei Jahren habe ich in Zermatt gelebt und in Bern gearbeitet. Beim Pendeln blieb viel Zeit zum Arbeiten, Lesen, von der Arbeit Abstand nehmen. Bei der abendlichen Ankunft in Zermatt konnte ich jeweils direkt in den Wochenendmodus wechseln, Zermatt war für mich gleichbedeutend mit Freizeit.

Mit den Kindern kam der Wunsch, in der Region zu arbeiten und in ihrer Nähe zu sein, wenn sie von der Schule nach Hause kommen.

Die Gelegenheit erhielt ich mit der Zusage der Stelle als stv. Schulleiterin der Primarschule Zermatt und der Schulregion Täsch/Randa. Seit September 2015 arbeite ich nun also dort wo ich lebe. An einem Ort, an dem andere Ferien machen. Aus dem zweistündigen wurde ein zehnminütiger Arbeitsweg. Ich sehe sehr viel tiefer in die Gemeinschaft von Zermatt und den Nachbargemeinden hinein und versuche, immer wieder die Aussenperspektive einzunehmen. Die Zeit in Bern, studierend an der Universität und arbeitend an der pädagogischen Hochschule hat mich geprägt.

Fragen der Erziehungswissenschaften, die Systeme Schule und Familie und Chancengerechtigkeit sind die Themen, die mich auch hier in Zermatt antreiben. Aus diesem Grund lanciere ich diese Webseite und schreibe diesen Blog. Ich will aufzeigen, was Zermatt und die Region für Familien bieten, was vielleicht noch angeboten werden kann. Und ich möchte zu einer Diskussion über Familienfragen anregen. Ich würde mich sehr freuen, wenn daraus anregende und konstruktive Dialoge entstehen.

Ich freue mich über Rückmeldungen und Anregungen zur Webseite und zum Blog und bin gespannt, was daraus wird.