Embd - Schalb - Moosalp: aussichtsreiche Familienwanderung

Ein Ausflug im Vispertal

Entfernung von Zermatt: mit dem Zug in ca. 45 Minuten nach Kalpetran, wo der Ausflug beginnt. Zurück dauerts länger: 2h15 (mit dem Postauto über Törbel nach Stalden, von dort mit dem Zug zurück nach Zermatt. Es empfiehlt sich, den Fahrplan zu studieren, da pro Tag nur 4 Postautos von der Moosalp direkt nach Stalden fahren)

Saison: Frühling, Sommer, Herbst

Zeitspanne: ganztags

Verpflegung: Restaurants auf der Moosalp, Picknick unterwegs

Highlights: die luftige Bahn nach Schalb, der Blick ins Matter- und Saastal , Mittagessen auf der Moosalp und die Postautofahrt nach Stalden

Das Abenteuer beginnt bereits in Kalpetran, beim Besteigen der Bahn nach Embd. Steil geht es den Berg hinauf, steil sind die Wege in Embd. Debora erklärt uns, dass dies das steilste Dorf im Vispertal sei. Und wahrlich, es findet sich kaum ein flacher Weg, kaum ein flacher Platz der nicht bebaut ist. Das Dorf scheint recht gross und weitläufig. Gemäss der Gemeindewebseite leben hier rund 350 Personen.

Nach dem Dorfrundgang, der sich einzuplanen lohnt, geht es mit der Bahn nach Schalb luftig weiter. Die Aussicht ist bereits hier atemberaubend. Der Blick geht weit ins Mattertal hinein und hinüber nach Grächen, das sich auf seinem Plateau präsentiert. Die Gipfel sind heute launisch, alle sind sie wolkenverhangen.

Der Weg von Schalb zur Moosalp ist grösstenteils flach. Nur etwas mehr als 150 Höhenmeter sind zu bewältigen. Die meisten davon gleich zu Beginn. Im Wald gehts etwas bergauf bis nach Pletschen, wo wir eine längere Pause einschalten. Die Steigung ist angenehm, der Weg breit. Also ideal für Familien. Die Kinder motivieren sich gegenseitig. Die Grossen tragen die Kleinen ein paar Meter, laufen um die Wette. Die Erwachsenen staunen ob der Aussicht und halten einen Schwatz.

Bei Pletschen werden der Feldstecher, die Lupe und das Blumen- und Krabbelbuch herausgeholt. Maikäfer, Ameisen und Spinnen werden inspiziert, später folgen Qualquappen und ein Frosch. Auf dem Weiterweg werden Blätter in die Bächlein geworfen und deren Lauf verfolgt und Weidenröschen (weiss jemand wie diese auf Dialekt genannt werden?) zu Fahnen umgedeutet.

Kurz vor der Moosalp laufen wir durch eine Weide mit über 40 schwarzen Kühen. Diese sind alles andere als schüchtern, eindrücklich, furchterregend und königlich - für einige von uns das Highlight der Wanderung. Auf der Moosalp laden zwei Restaurants zum Verweilen ein. Beide haben einen guten Ruf, eine Reservation lohnt sich, v.a. sonntags und in der Hochsaison.

Von der Bergstation Schalp bis zur Moosalp waren wir inkl. Pausen rund 3 Stunden unterwegs. Angeschrieben ist die Wanderung mit 1 Stunde 30. Meine Erfahrung zeigt, dass wir die Zeiten auf den Wegweisern in diesem Sommer verdoppeln können und somit einen guten Anhaltspunkt erhalten.

Wie eingangs erwähnt fahren die Postautos nicht gerade regelmässig runter nach Stalden. Die Fahrt dauert 50 Minuten, was zu Beginn kaum zu Glauben ist. Doch bald schon wird klar, wie hoch oben wir sind und welche kurvenreiche Strasse auf uns wartet. Es ist der krönende Abschluss eines gelungenen Familienausflugs .