Kerzers - bunte Tierwelt im Papiliorama

Ein Ausflug in der Schweiz

Entfernung von Zermatt: Mit dem ÖV 2h55, mit dem Auto fast genau so lang. Ideal also in Verbindung mit einer Übernachtung oder einer anderen Tätigkeit im Mittelland. Vom Bahnhof Kerzers zum Papiliorama läuft man 20 Minuten oder wartet auf den Zug nach Lyss. Dieser hält direkt beim Eingang.

Saison: Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Zeitspanne: Tagesausflug

Highlights: Schmetterlinge, nacht- und tagaktive Tiere, grosser Spielplatz

Eintrittspreise: Erwachsene: chf 18.--; Studierende, Lehrlinge, AHV, IV: chf 15.--; Kinder von 4-15: chf 9.--; Kinder bis 3: gratis. 

Von Fledermäusen und Schmetterlingen

Unscheinbar, fast versteckt liegt das Papiliorama an der Bahnstrecke. Umso beeindruckter waren wir von seinem vielseitigen und weitläufigen Angebot. Jonas wollte als erstes ins Nocturama zu den nachtaktiven Tieren. Mal an die Finsternis gewöhnt, waren wir fasziniert von diesen Tieren - und zugleich abgeschreckt von den vielen Fledermäusen, die um uns herumschwirrten. Statt den Ausgang durch die Fledermaushöhle zu nehmen, drehten wir lieber um und suchten den Ausgang beim Eingang.

Nun also die Schmetterlinge. Diese zogen uns sogleich in ihren Bann. Farbenfroh tanzten sie um uns herum, verweilten auf Blüten und liessen sich ausgiebig bestaunen. Am meisten waren Jonas und ich vom beobachtbaren Lebenszyklus beeindruckt: vom Ei über die Raupe zur Puppe. Und dann im Schlupfhaus sahen wir die Schmetterlinge schlüpfen und losfliegen. Sozusagen die Echtversion der kleinen Raupe Nimmersatt. Süss fanden wir auch die schlafende Fledermaus. Schlafend gefiel sie uns wesentlich besser als wach :-).

Spielplatz und/oder Streichelzoo?

Nach der Mittagspause gingen die Bedürfnisse auseinander. Olivia wollte auf den Spielplatz, Jonas zum Streichelzoo. Wir entscheiden uns für diese Reihenfolge. Der Spielplatz ist gross, mit vielen Klettermöglichkeiten, viel Schatten und ausreichend Picknickplätzen. Die Kinder kletterten, übten sich im Gleichgewicht und hatten - zusammen mit mindestens drei weiteren Kindergärten, es ist die Zeit der Schulausflüge - grossen Spass. Dann endlich kamen wir bei den Hasen, Pfauen, Enten, Ziegen und Eseln vorbei. Olivia verhielt sich zurückhaltend, Jonas ging rasch auf die Tiere zu und fühlte sich sichtlich wohl.

Laut Google verbringen Besucherinnen und Besucher im Papiliorama im Durchschnitt 3 Stunden. Wir waren 4 Stunden da und haben nicht alles gesehen. Am Abend waren wir müde und happy. Es war ein wunderbarer Tag.